…im Testbetrieb

2. Juni 2010

Berlin testet Flattr. Okay ich will mal nicht übertreiben. Nicht ganz Berlin, aber ich, und die Taz und zahlreiche andere Onlineangebote, testen Flattr. Eine interessante neue Seite, die es ermöglicht, mit geringem Aufwand Leuten, deren Inhalte und Angebote man schätzt, etwas Geld zukommen zulassen, und dabei trotzdem nicht die Kontrolle zuverlieren, wie viel Geld man ausgibt.

Beispielsweise, lese ich häufig die Onlineausgabe der Taz auf Taz.de, kaufe mir aber selten eine reale Papier-Taz. Somit profitiere ich von den Inhalten und Informationen die die Taz bereitstellt, aber gebe ihnen dafür nichts zurück. Auf Dauer bekomme ich dabei ein schlechtes Gewissen. Ich schätze diese Inhalte und möchte sie gerne auch mit Geld würdigen. Vor einer Weile machte die Taz eine Aktion, bei der man Geld auf ein Konto einzahlen konnte. Ansich ganz sinnvoll, aber mir irgendwie zu Umständlich, da muss ich erst meine Kontodaten raussuchen, eingeben und überprüfen nur um ein paar Euro weiter zugeben. Flattr löst dieses Problem, da man nur einen Klick braucht um etwas, dass einem gefällt zu honorieren. Außerdem kann ich mit Flattr sehr gut kontrollieren, wieviel Geld ich für Internetinhalte ausgebe. Pro Klick wird nämlich nicht ein bestimmter Betrag von meinem Flattr-Konto abgebucht, sondern ein Anteil eines vorher individuell festgelegten Monatsbeitrages. Also kann ich etwas an Inhalte die ich schätze zurückgeben und habe unter Kontrolle wieviel Geld ich dabei ausgebe. Im Moment befindet sich das ganze noch in der Beta-Phase aber trotzdem habe ich die Flattr Buttons schon auf einigen Seiten erspäht. Mal sehen wie sich das ganze weiter entwickelt.


…direkt

21. Mai 2010

Das Berliner direkt sein sollen und selten ein Blatt vor den Mund nehmen ist mir schon zu Ohren gekommen. Heute habe ich es schwarz auf weiß bestätigt bekommen. Nämlich in der Umkleidekabine eines Second Hand Ladens.


…Second Hand

21. Mai 2010

Berlin ist Second Hand Vintage.

Heute habe ich mich etwa eine Stunde lang in einem Second Hand Laden rumgetrieben und zwar im Colours in der Bergmannstrasse. Bei diesem Laden handelt es sich um einen recht großen Laden mit zwei Bereichen, einem für “Kiloware” und einem für ausgepreiste Ware. Für 14,99 kann man ein Kilo Klamotten erwerben. An sich ein gutes Angebot. Das Problem ist nur etwas passendes zufinden. Da beispielsweise die Hosen nicht nach Größe sondern nach Farbton sortiert sind, fällt es schwer, die richtige Größe zu finden, vor allem, wenn dann noch die Kleidergrößensysteme verschiedenener Länder bunt durcheinander hängen. Nach dem ich ca. 10 Hosen anprobiert hatte, von denen nur 4 überhaup annähernd, die Größe hatten, die ich erwartete, wandte ich mich der Suche nach einem Pullover zu. Auch hier wurde es schwierig, hauptsächlich, fanden sich kratzige Wollpullover, zum Teil mit Norwegermuster. Naja, jetzt nicht so mein Geschmack. Letztlich habe ich gar nichts gekauft. Wenigstens weiß ich jetzt, wo ich hin gehen, wenn ich mal ein Outfit für eine Badtaste Party suche…


…heldenhaft

30. März 2010

Bin ich ein Held, nur weil ich versuche nachhaltig zu konsumieren?

Laut den Veranstalltern der Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum, kurz Heldenmarkt, anscheinend schon. Heldenmarkt klingt ganz schön hochtrabend. Naja jedenfalls ist der Name einprägsam. Am letzten Sonntag besuchte ich also besagten Markt im Postbahnhof am Ostbahnhof. Als ich gegen 16 Uhr dort ankam, gab es eine Schlange am Eingang und ich musste ca. eine Viertelstunde warten bis ich reinkam. Das war schonmal die erste Überraschung. In der oberen Etage des Postbahnhofs waren ca. 60 Stände aufgebaut, von Babyklamotten über Designprodukten bis hin zu Geldanlagen, Motorrädern und Unicef war eine große Bandbreite von Ausstellern dabei. Insgesamt hatte ich mir das Ganze etwas größer vorgestellt, aber es herrschte ein reges Treiben und ich verbrachte anderthalb Stunden damit mich bei den verschiedenen Ständen umzuschauen. Es waren viele Dinge dabei, die ich schon kannte, z.B. Lichtblick und ein Weltladen, aber auch mir unbekanntes wie z.B. KaWeDe und der Berliner Laden “schœner.wærs.wenns.schœner.wær”. Insgesamt also ein interessanter Nachmittag, an dem ich einiges gekauft und viel anregendes gesehen habe. Einziger Wermutstropfen, als ich gerade dabei war eine Unterschriftenliste gegen Gentechnik bei McDonalds auszufüllen wurde ich von dem Foodwatch Aktiven gefragt, ob ich den schon achtzehn sei. Was für ne Frechheit! ;)


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