Berlin testet Flattr. Okay ich will mal nicht übertreiben. Nicht ganz Berlin, aber ich, und die Taz und zahlreiche andere Onlineangebote, testen Flattr. Eine interessante neue Seite, die es ermöglicht, mit geringem Aufwand Leuten, deren Inhalte und Angebote man schätzt, etwas Geld zukommen zulassen, und dabei trotzdem nicht die Kontrolle zuverlieren, wie viel Geld man ausgibt.
Beispielsweise, lese ich häufig die Onlineausgabe der Taz auf Taz.de, kaufe mir aber selten eine reale Papier-Taz. Somit profitiere ich von den Inhalten und Informationen die die Taz bereitstellt, aber gebe ihnen dafür nichts zurück. Auf Dauer bekomme ich dabei ein schlechtes Gewissen. Ich schätze diese Inhalte und möchte sie gerne auch mit Geld würdigen. Vor einer Weile machte die Taz eine Aktion, bei der man Geld auf ein Konto einzahlen konnte. Ansich ganz sinnvoll, aber mir irgendwie zu Umständlich, da muss ich erst meine Kontodaten raussuchen, eingeben und überprüfen nur um ein paar Euro weiter zugeben. Flattr löst dieses Problem, da man nur einen Klick braucht um etwas, dass einem gefällt zu honorieren. Außerdem kann ich mit Flattr sehr gut kontrollieren, wieviel Geld ich für Internetinhalte ausgebe. Pro Klick wird nämlich nicht ein bestimmter Betrag von meinem Flattr-Konto abgebucht, sondern ein Anteil eines vorher individuell festgelegten Monatsbeitrages. Also kann ich etwas an Inhalte die ich schätze zurückgeben und habe unter Kontrolle wieviel Geld ich dabei ausgebe. Im Moment befindet sich das ganze noch in der Beta-Phase aber trotzdem habe ich die Flattr Buttons schon auf einigen Seiten erspäht. Mal sehen wie sich das ganze weiter entwickelt.

Verfasst von berlinist 