…glatt und hinterlässt Spuren

9. Februar 2010

Die Gehwege in Berlin gleichen einer Eislaufbahn. Die TAZ berichtet unter dem Title “Rutsch’n Roll haut Berliner um” über steigende Unfallzahlen und nun hat es auch mich erwischt. Der Berliner Winter hinterlässt Spuren.


… eine Arschlochstadt

8. Februar 2010

zumindest wenn man diesem Video von Broken Comedy Glauben schenkt.  Ganz schön böse aber in einigen Punkten auch wahr. Der Potsdamer Platz ist wirklich nur für Touristen und auch nur dank des Schnees sieht man im Moment wenig Flip-Flops und Hundescheiße. Aber auch wenn Berlin seine häßlichen Seiten hat, mag ich die Stadt eigentlich ganz gern.


… alt

7. Februar 2010

In meinem normalen Alltag sehe ich nur wenige alte Menschen. Weder im Nahverkehr, noch in meinem Haus noch beim Einkaufen. Zumindest fallen sie mir da nicht auf. Wohl deshalb hat sich bei mir der Eindruck eingeschlichen, Berliner seien jung, und zwar alle. Heute morgen wurde ich eines besseren belehrt.

Berliner sind nämlich alt. Sehr alt, zumindest an einem Sonntag morgen im Gottesdienst. Ja, ich war heute morgen im Gottesdienst, und, wenn man mich und einen jungen Mann mit Kind rausrechnet, lag der Altersdurchschnitt bestimmt bei Siebzig. Die Gottesdienstbesucher waren einigen alte Frauen und wenige alte Männer. Der Pfarrer war nur zur Vertretung da und eigentlich schon pensioniert. Der Pianist war mindestens 80, nur die Lektorin war etwa um die fünfzig. Im Flur war ein Rollator geparkt. Man kannte sich, sprach über die Eisglätte und den Tod bzw. die Krankheit gemeinsamer Bekannter. Ich fiel als unbekannt auf, wurde aber weder begrüßt, noch angesprochen. Nur die alte Dame die neben mir saß, murmelte vor sich hin. Vielleicht war ihr Gemurmel an mich gerichtet. Ich weiß es nicht.

Insgesamt war der Gottesdienst ganz nett, allerdings war weder zu übersehen, noch zu überhören, dass nur die Altersgruppe über 70 gut vertreten war. Naja, vielleicht hatte mein ehemaliger Jugendpfarrer ja doch recht, als er meinte, Gottesdienst am Sonntag morgen sei Altenarbeit. Ich geh jedenfalls dann doch wieder in den Universitätsgottesdienst, da ist der Altersdurchschnitt wenigstens nicht ganz so hoch und er ist nicht so früh am Morgen.


… den Winter satt

26. Januar 2010

Da ich grade beim Flix eine herrliche Zusammenfassung der momentanen Wetterlage gefunden habe, nun nochmal eine Anmerkung zum Wetter. Ja es reicht langsam, kontinuierlich Minusgrade und heute z.B. -16°C sind nicht mehr lustig. Ich will Frühling!


… wetterfühlig

24. Januar 2010

Draußen sind es minus dreizehn Grad und mir ist gerade mit Schrecken aufgefallen, dass sich meine letzten fünf Blogeinträge ums Wetter drehen. Irgendwie scheint das grade eine große Rolle zuspielen. Das Wetter ist in aller Munde. Schneeballschlachten, Schneemänner und Verkehrsbehinderungen wegen Schnee sind nunmal sonst nicht an der Tagesordnung. Ich bin wirklich verwundert wie lange sich der Schnee schon hält. Hätte ich nicht erwartet. Auf Grund der extremen Kälte ist mittlerweile selbst die Spree voller Eis, sieht gut aus. Aber beim Fotographieren habe ich fast Erfrierungen bekommen. Vielleicht sollte ich mir dochmal Handschuhe besorgen.


… verarscht worden

23. Januar 2010

Seit einigen Tagen hängen in Berlin zahlreiche Plakate die für eine “Schneemann-Demo” gegen den Klimawandel werben. Man soll an diesem Wochenende auf dem Schlossplatz einen Schneemann bauen und damit ein Zeichen gegen den Klimwandel setzten. Zumindest kommt es so rüber. Aber nun musste ich lesen, dass es sich überhaupt nicht um eine Demonstration handelt, sondern um einen Werbeaktion eines Energieanbieters, der sich damit ein Ökoimage verpassen will. Außerdem wird Kunstschnee verwendet. Das regt mich irgendwie auf. Ich fühle mich hinters Licht geführt, ein bisschen missbraucht. Vorallem weil dieser Stromanbieter auch kein astreiner Ökostromanbieter zusein scheint. Also ne, da verlass ich mich lieber auf richtigen Ökostrom ohne Kohle, ohne Verbindungen zur Atomindustrie, und den gibt es eben nur bei Naturstrom, EWS, Lichtblick und Greenpeace Energy.


… eine Schneeballschlacht

11. Januar 2010

In Berlin liegt Schnee, viel Schnee. Eine gute Gelegenheit um sich mal eine richtige Schneeballschlacht zuliefern. So gab es am Wochenende eine große Schneeballschlacht im Görlitzer Park. Neukölln gegen Kreuzberg. Leider war ich nicht selbst da, aber die Berichte klingen super.

Kreuzberger Sicht

Neuköllner Sicht


…gereizt

9. Januar 2010

“Die S42 Ring wird sich auf Grund von Verzögerungen im Betriebsablauf um wenige Minuten verspäten. Wir bitten um ihr Verständnis.”

Diese und ähnliche Ansagen höre ich in den letzten Tagen ständig. Der Schneefall wirkt auf die Probleme der S-Bahn wie ein Vergrößerungsglas. Mehr Zugausfälle, mehr Verspätungen, mehr Bahnsteigansagen. Heute ist es mir dann zweimal passiert, das ein Mitwartender es für nötig hielt auf diese Ansagen zu antworten. Zum Beispiel so: “Verständnis? Ne, von mir kriegen se kein Verständnis mehr.” Oder auch: “…bitten wir um Entschuldigung.” ” Das entschuldige ich nicht mehr, das geht ja jetzt schon ein ganzes Jahr so!” Man muss schon sehr gereizt sein, wenn man anfängt auf die computergenerierte Stimme aus dem Lautsprecher,  zuantworten.  Andererseits ist es ja auch verständlich, die ständigen Verspätungen, Ausfälle und Fahrplanänderungen nerven gewaltig. Aber ich versuche, mich davon nicht aus der Ruhe bringen zulassen. Also tief durchatmen und auf zur S-Bahn Station, mal sehen wer zuspät kommt, ich oder die S-Bahn.


… eine Dame im Wintermantel

6. Januar 2010

Berlin ist immer wieder Ziel von Besuchern aus dem Ausland. So besuchte ein niederländischer Bekannter, von mir, über Silvester unsere Hauptstadt. Als ich ihn heute fragte, ob es ihm gefallen hat meinte er: “Berlin was very pretty in her white wintercoat.” Wenn das mal kein Kompliment ist. ;)


…tief verschneit

5. Januar 2010

Seit Tagen sind hier die Straßen, Gehwege, Bäume und Häuser mit Schnee bedeckt. Damit meine ich nicht eine süße dünne Puderschneeschicht sondern ca. 20 cm Schnee. Da die Temperaturen bisher kontinuierlich unter 0°C blieben und es auch noch eine Weile bleiben werden, bleibt auch alles liegen. Es sieht einfach nur toll aus. Schneemänner, Eiszapfen, Zweige voller Schnee, also das ganze Programm von Winterschönheit.

Was aber auffällt, auch die Gehwege sind weiß. Immer noch, obwohl schon seit Tagen kein Neuschnee mehr gefallen ist. Das liegt daran, dass in Berlin der Einsatz von Tausalzen untersagt ist. Nur die Berliner Stadtreinigung darf auf einigen Straßenabschnitten Tausalze anwenden. Und warum das ganze? Weil Berlin grün ist. Nein Berlin hat keine Grüne Regierung, sondern viele Straßenbäume, und die leiden unter dem Einsatz von Streusalz. Um sie zuschützen ist das Salzen also verboten. Deshalb wird mit Schaufel, Bessen und Schneeschieber gegen den Schnee uf dem Fußweg vorgegangen. Das ist wahrscheinlich etwas anstrengender als eine Handvoll Salz zuverstreuen, aber auch recht wirksam. Nur an wenigen Stellen ist der Schnee so stark festgetreten, dass er glatt wird, da muss man dann wohl mit Split Abhilfe schaffen.

Irgendwann wird es ja auch wieder Frühling und wir können uns an dem Grün der vielen Berliner Bäume erfreuen.